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Meditation und Gesundheitsvorsorge

Freitag 1. August 2014, von Buddhachannel Deutschland

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Mangel an Qualitätsforschung

Eine erst kürzlich durchgeführte Befragung australischer Allgemeinmediziner zeigte jedoch, dass die Meditation paradoxerweise eine weithin unverstandene Disziplin ist, obwohl sie von den Medizinern als akzeptable Methode für Gesundheitsvorsorge betrachtet wird. Die Autoren der Befragung schlossen daraus, dass seriöse Untersuchungen sowie die Aufklärung und Beratung der Allgemeinmediziner unbedingt erforderlich sind.

Trotz der großen Fülle an Informationen über die verschiedenen Arten der Meditation, wurden in einem Bericht des US National Research Council (NRC) Bedenken über Schwächen in der Methodik der Untersuchung und dürftige Definition des Mediationsbegriffes geäußert.

Meditation versus Entspannung

Untersucht man die Literatur nach beweiskräftigen Kriterien, stellt man fest, dass es, obwohl der Meditation ein bestimmtes therapeutisches Potential zugestanden wird, einen großen Bedarf nach weiterführenden Forschungsarbeiten gibt, die endgültige Schlussfolgerungen zulassen. Der gegenwärtige Wissensstand weist darauf hin, dass nicht alle Meditationstechniken gleich sind; bei den meisten Techniken dürfte es sich um sorgfältig ausgearbeitete Entspannungsmethoden handeln, während andere wiederum physiologische Prozesse einbringen, welche als echte Meditation verstanden werden könnten.

Die unterschiedlichen Begriffe ‚Meditation’ und ‚Entspannung’ legen nahe, dass man klar zwischen beiden Erscheinungen unterscheiden sollte. Leider gibt es bis jetzt nur unzureichend entwickelte Kriterien, um diesbezüglich eine klare Unterscheidung treffen zu können. Dazu müssten Forscher systematisch die verschiedenen Meditationstechniken vergleichen und untersuchen, ob diese Techniken verschiedene oder ähnliche Mechanismen verwenden oder unterschiedliche Auswirkungen haben.

Wie funktioniert Meditation?

Im Royal Hospital for Women in Sydney, Australien läuft seit vielen Jahren ein Meditations-Forschungsprogramm (Meditation Research Program - MRP), welches die fachgemäße, wissenschaftliche Bewertung der Meditation sowie deren physiologische Auswirkung und ihr Potential für die Gesundheitsvorsorge zum Forschungsziel hat.

Es gibt viele Formen der Meditation, ein Feld, welches in seiner Komplexität von der strengen, regulierten Meditationspraxis, bis hin zu ganz einfachen Methoden reicht. Eine regelmäßige Mediationspraxis sollte dazu beitragen, unbewusst Änderungen des Verhaltens im Mikrobereich hervorzurufen, welche potentiell weit reichende positive Effekte auf physische und psychologische Funktionen haben.

Parasympathische Reaktion

Die meisten Theorien, inklusive eines Konzepts namens ‚Parasympathische Reaktion’, basieren auf der Annahme, dass Meditation eine höher entwickelte Form der Entspannung ist. Psychologischer Stress bedingt die Aktivierung der sympathischen Komponente des autonomen Nervensystems, welches im Extremfall eine ’Kampf oder Fluchtreaktion’ auslöst. Meditation, sowie jede andere Form der Ruhe oder Entspannung, regt den Parasympathikus an und reduziert die Aktivität des Sympathikus durch die Ausschüttung von Katecholaminen und anderen Stresshormonen, wie z.B. Cortisol. Dadurch wird die Herzfrequenz gesenkt, der Blutfluss in den inneren Organen verbessert und der Blutrückfluss aus der Peripherie angeregt.

Andere neurophysiologische Effekte

Andere wiederum machen geltend, dass Meditation einzigartige neurophysiologische Effekte einschließt, was jedoch erst noch bewiesen werden muss. Forschungen an der MRP deuten darauf hin, dass in der Sahaja Yoga Meditation (SYM) das limbische System im Gehirn miteinbezogen wird, da immer wieder signifikante Effekte beobachtet wurden.



Was ist mit der Definition ‚Meditation’ gemeint?

Die wichtigste Aufgabe für die Forschung in diesem Bereich ist, den Begriff ‚Meditation’ klar zu definieren und diesen dann einer wissenschaftlichen Prüfung zu unterwerfen. Unter Meditation versteht man gewöhnlich eine Tätigkeit, welche die individuelle Aufmerksamkeit mit wiederholbarer Genauigkeit auf kognitive Aktivitäten fokussiert. Diese sehr vage Definition ist nach Auffassung der MRP der Hauptgrund für viele der unvereinbaren Ergebnisse in der Meditationsforschung.

Gedankenfreies Bewusstsein

Überprüft man sorgfältig die authentische Tradition der Meditation, wird ersichtlich, dass Meditation eine eigenständige und gut definierte Erfahrung eines Zustandes ist, den man als ‚gedankenfreies Bewusstsein’ bezeichnen könnte. In diesem Zustand wirdexzessive und Stress produzierende Gehirnaktivität neutralisiert ohne jedoch dessen Wachsamkeit und Effektivität zu reduzieren.
Eine authentische Meditationsmethode ermöglicht es, eher auf den ‚gegenwärtigen Moment’ zu fokussieren, als in der nicht mehr änderbaren Vergangenheit oder unbestimmten Zukunft zu verweilen.

Reduktion des ‚mentalen Hintergrundlärmes’

Gemäß dieser Sichtweise ist Stress eine unvermeidbare Begleiterscheinung eines überaktiven Gedankenapparates, welcher nicht zur Ruhe gebracht, für den größten Teil des ständigen ‚mentalen Hintergrundlärmes’ verantwortlich ist. Der ständige Gedanken- und Bilderfluss in unserer Aufmerksamkeit kann unnötig und unproduktiv sein, und dieser ‚mentale Lärm’ stört unsere natürliche Tendenz zu psychischer, geistiger und spiritueller Gesundheit.


Quelle : www.sahajayoga.at



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