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Dem Glück auf den Fersen

Dienstag 17. August 2010, von Nanny Obame

Langues :

Eine Wanderung in den Bergen: eine Gruppe, die sich nach kurzer Strecke niederlässt und dort bleibt, eine weitere, die weiterwandert und dann ein Picknick geniesst und eine letzte, welche die eigenen Grenzen überwindet und den Gipfel erklimmt. Anhand dieses Beispiels erklärt Niklaus Brantschen, selber aus einer Walliser Bergführerfamilie stammend, die drei Formen des Glücks – das Glück der Ruhe, das Glück des Genusses und das Glück der Entwicklung. Rund 40 Frauen und Männer unterschiedlichsten Alters, Religion und Herkunft haben zum Workshop «Leiden und Glück» mit dem fast 70-jährigen Jesuiten und Zen-Meister Niklaus Brantschen zusammengefunden. Der abgeschieden lebende, aber deswegen nicht weltfremde Pater, der bekannt wurde durch seine Manager-Kurse, ist der Einladung der katholischen Universitätsgemeinde Bern (aki) gefolgt.

Unterschiede feiern – Widersprüche aushalten

Brantschen vereint in seiner Person Westen und Osten – scheinbar mühelos ergänzen sich für ihn Christentum und Buddhismus: «Beide Religionen können voneinander lernen und sich gegenseitig bereichern. Ich sehe die Unterschiede als Segen.» Bedeutet dies, dass das Christentum den Schmerz und das Leid in der Gestalt von Jesus beisteuert, während sich der lächelnde Buddha und seine Anhänger auf der Seite des Glücks bewegen? «Leid und Freud gehören in beiden Religionen untrennbar zusammen, wie Leben und Tod», erklärt der katholische Zen-Meister, «genau diesen Widerspruch müssen wir aushalten». Häufig würden wir Glück und Unglück vorschnell zuschreiben, denn Zeit und Distanz zeigten oft, dass Leid positive Auswirkungen haben kann – indem es beispielsweise zur Entwicklung des Menschen beiträgt – und umgekehrt (siehe die Geschichte vom «Mann und Pferd»). Demgemäss bestehe die Kunst darin, auch dann glücklich zu sein, wenn sich das Glück scheinbar rar macht.


Ethik für Führungskräfte

Die Kursteilnehmer vertrauen einander ihre persönliche Vorstellung vom Glück an und erinnern sich an beglückende Momente, die oft unerwartet eintraten und nicht unbedingt dann, wenn scheinbar alles stimmte. Finden wir mit Hilfe von spirituellen Führern leichter zum Glück? «Jeder hat eine innere Stimme, die ihn leitet. Um sie zu vernehmen, brauchen wir viel Ruhe und Stille und selbst dann überhören wir sie oft», so Brantschen. In diesem Fall könnten Begleiter helfen, zu werden, wer man ist. Für viele Manager und Grössen aus Politik und Wirtschaft hat der charismatische Pater diese Betreuerrolle übernommen und ihnen durch Zen-Seminare eine neue ganzheitliche Weltsicht und damit den Zugang zu grösserem Glück eröffnet. «Oft richten wir uns einseitig aus, statt mentale, emotionale, intellektuelle und spirituelle Intelligenz zu verbinden», meint Brantschen. Er stellt jedoch bei seinen Meditationskursen, beispielsweise im Lassalle-Haus in Bad Schönbrunn, das er lange Zeit geleitet hat, erfreut fest, dass «sich viele Führungskräfte heutzutage ernsthaft mit ethischen Fragen auseinandersetzen und darin nicht nur eine Pflichtübung sehen».

Wie erhaschen wir nun das Glück, bevor es uns entwischt? Brantschens Antwort lautet: «Am glücklichsten sind wir, wenn wir unseren Lebensweg nicht zu kopflastig, aber auch nicht kopflos beschreiten.»


Von Salomé Zimmermann

Quelle : www.uniaktuell.unibe.ch

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