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Jataka : Die Erzählung von Mahajanaka (Mahajanaka-Jataka) 3/4

Donnerstag 5. August 2010, von Buddhachannel Deutschland

Langues :


Als so eine Zeit vergangen war, versammelte sich eine Volksmenge im Hofe des Palastes; und als sie das große Wesen nicht sahen, sagten sie: „Unser König ist nicht wie früher“, und sprachen folgendes Strophenpaar:

§20. „Nicht so wie sonst fürwahr der König,
der Völkerfürst, der Weltbeherrscher,
hört heute weder auf die Tänze
noch gibt er acht auf die Gesänge.
 
§21. Nach Tieren nicht noch nach dem Parke,
auch nach den Schwänen schaut er nicht.
Gleich einem Stummen sitzt er still
und keine Sache er entscheidet.“
Auch fragten sie den Speisenträger und den Diener: „Redet denn der König etwas mit euch?“ Sie antworteten: „Er redet nicht.“ Darum sprachen sie folgendermaßen: „Der König hat sich mit seinem nicht mehr an den Lüsten hängenden, der tiefen Einsamkeit ergebenen Sinn an die zu seiner Familie gehörigen Paccekabuddhas erinnert und denkt: ‘Wer wird mir den Aufenthaltsort dieser Nichtbesitzenden, mit Tugend und anderen Vorzügen Versehenen verkünden?’ Deshalb hat er folgenden begeisterten Ausruf in drei Strophen ausgestoßen:
 
§22. ‘Die heimlichfrommen Glücksbegehrer,
befreit von Tötung und von Banden,
in welcher Einsiedelei heute
weilen die Jungen und die Alten?
 
§23. Die Helden, die die Lust besiegten,
Verehrung diesen großen Weisen,
die in der Welt voll von Begierden
verweilen von Begierden frei.
 
§24. Der Todes Schlinge sie zerbrachen,
das dichte Netz des Listenreichen,
und wandeln frei von Lust dahin;
wer bringt mich dorthin, wo sie weilen?’“ —
Während er aber in seinem Palaste die Asketentugenden betätigte, vergingen vier Monate. Sein Sinn aber neigte sich immer mehr zur Weltflucht und das Leben im Hause kam ihm vor wie die Lokantarika-Hölle. Die drei Existenzen erschienen ihm wie Feuerflammen. Da dachte er in seinem Sinne, der der Weltflucht zugewendet war: „Wann werde ich wohl diese Stadt Mithila, die wie Sakkas Palast geschmückt ist, verlassen, in den Himalaya ziehen und dort den Augenblick erleben, da ich die Gewänder der Weltflüchtlinge erhalte?“ Und er begann folgendermaßen Mithila zu preisen:



§25. „Wann werd ich Mithila, das blühnde,
das große, strahlend überall,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein ?
 
§26. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
das eingeteilte, abgegrenzte,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§27. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
das reich an Mauern ist und Bögen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§28. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
mit starken Türmen und Torerkern,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§29. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
wohl eingeteilt mit großen Straßen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§30. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
wohl eingeteilt mit vielen Läden,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§31. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
das reich an Rindern, Rossen, Wagen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§32. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
das Lustgärten hat reihenweise,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§33. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
das Parke hat in ganzen Reihen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§34. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
das Reihen von Palästen hat,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§35. Wann werd ich Mithila, das blühnde,
dreistädtig, voll von Königsfreunden,
das von Somanassa erbaut,
dem ruhmreichen Vedehakönig,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§36. Wann werd ich ’s blühnde Reich Vedeha,
das reich versehn, gerecht bewahrt wird,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§37. Wann werd ich ’s blühnde Reich Vedeha,
das unbesiegt gerecht bewahrt wird,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§38. Wann werd ich den Palast, den schönen,
wohl abgegrenzt, gut eingeteilt,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§39. Wann werd ich den Palast, den schönen,
der mit Zement und Ton bestrichen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?



§40. Wann werd ich den Palast, den schönen,
voll Wohlgerüchen, herzerfreuend,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§41. Wann werde ich die flachen Dächer,
wohl abgegrenzt, schön eingeteilt,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§42. Wann werde ich die flachen Dächer,
die mit Zement und Ton bestrichen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§43. Wann werde ich die flachen Dächer,
voll Wohlgerüchen, herzerfreuend,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§44. Wann werde ich die flachen Dächer,
die dicht bestreut mit Sandelpulver,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§45. Wann werde ich die goldnen Polster,
mit bunten Tüchern überdeckt,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§46. Wann werd ich Baumwolle und Seide
und meine leinenen Gewänder
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§47. Wann werde ich die schönen Teiche,
die wilde Gänse rings umfliegen,
die mit Korallenblumen und
mit Lotosblumen sind bedeckt,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§48. Wann werde ich der Elefanten
mit allem Schmuck gezierte Scharen,
die Tiere mit den goldnen Leibern,
die Kopfschmuck tragen auch von Gold,
 
§49. welche bestiegen sind von Wärtern
mit Speer und Haken in der Hand,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§50. Wann werde ich der Rosse Scharen,
die reich geziert mit allem Schmuck,
die edel sind von Abstammung,
die Sindhu-Rosse windesschnell,
 
§51. welche bestiegen sind von Kriegern
mit Schwert und Bogen in der Hand,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§52. Wann werde ich der Wagen Scharen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierat reich geschmückt,
 
§53. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§54. Wann werde ich die goldnen Wagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§55. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§56. Wann werd ich die silbernen Wagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§57. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§58. Wann werde ich die Pferdewagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panzer- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§59. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§60. Wann werd ich die Kamelwagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§61. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§62. Wann werde ich die Rinderwagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§63. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§64. Wann werde ich die Ziegenwagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,



§65. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§66. Wann werde ich die Widderwagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§67. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§68. Wann werd ich die Gazellenwagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§69. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§70. Wann werd ich die Elefantenreiter,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
die Helden mit den dunklen Panzern,
Speere und Haken in der Hand,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§71. Wann werde ich die Pferdereiter,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
die Helden mit den dunklen Panzern,
mit Schwertern in der Hand und Bogen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§72. Wann werde ich die Bogenschützen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
die Helden mit den dunklen Panzern,
mit Bogen in der Hand und Köchern,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§73. Wann werde ich die Königssöhne,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
die Helden mit den bunten Panzern,
die goldne Kopfgirlanden tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§74. Wann werde ich der Edlen Scharen,
mit schönen Kleidern, reich geschmückt,
den Leib besprengt mit gelbem Sandel,
die schöne Kasi-Kleider tragen,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§75. Wann werd ich siebenhundert Frauen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§76. Wann werd ich siebenhundert Frauen
mit edlem Namen, schlank von Taille,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§77. Wann werd ich siebenhundert Frauen,
gehorsame, die Liebes reden,
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§78. Wann werd ich meine hundertfält’ge Schüssel
aus Gold mit hundert Strichen
aufgeben und die Welt verlassen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§79. Wann werden Elefantenscharen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
die Tiere mit den goldnen Leibern,
die Kopfschmuck tragen auch von Gold,
 
§80. welche bestiegen sind von Wärtern
mit Speer und Haken in der Hand,
bei meinem Gehn mich nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§81. Wann werden mich der Rosse Scharen,
die reich geziert mit allem Schmuck,
die edel sind von Abstammung,
die Sindhu-Rosse windesschnell,
 
§82. welche bestiegen sind von Kriegern
mit Schwert und Bogen in den Händen,
bei meinem Gehen nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?



§83. Wann werden mich der Wagen Scharen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§84. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen haben,
bei meinem Gehen nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§85. Wann werden mich die goldnen Wagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§86. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen haben,
bei meinem Gehen nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§87. Wann werden die silbernen Wagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§88. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen haben,
bei meinem Gehn mich nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§89. Wann werden mich die Pferdewagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§90. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen haben,
bei meinem Gehn nicht mehr geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§91. Wann werden die Kamelwagen
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§92. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen haben,
bei meinem Gehn mich nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§93. Wann werden mich die Rinderwagen
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,



§94. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen haben,
bei meinem Gehn nicht mehr geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§95. Wann werden mich die Ziegenwagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§96. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
bei meinem Gehn nicht mehr geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§97. Wann werden mich die Widderwagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§98. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
bei meinem Gehn nicht mehr geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§99. Wann werden die Gazellenwagen,
gepanzert, ausgespannt die Fahnen,
mit Panther- und mit Tigerfellen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
 
§100. welche bestiegen sind von Kriegern,
die Bogen in den Händen tragen,
bei meinem Gehn mich nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§101. Wann werden Elefantenreiter,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
die Helden mit den dunklen Panzern,
Speere und Haken in der Hand,
bei meinem Gehn mich nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§102. Wann werden mich die Pferdereiter,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
die Helden mit den dunklen Panzern,
mit Schwertern in der Hand und Bogen,
bei meinem Gehn nicht mehr geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§103. Wann werden mich die Bogenschützen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
die Helden mit den dunklen Panzern,
mit Bogen in der Hand und Köchern,
bei meinem Gehn nicht mehr geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§104. Wann werden mich die Königssöhne,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
die Helden mit den bunten Panzern,
die goldne Kopfgirlanden tragen,
bei meinem Gehn nicht mehr geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?



§105. Wann werden mich der Edlen Scharen,
mit schönen Kleidern reich geschmückt,
den Leib besprengt mit gelbem Sandel,
die schöne Kasi-Kleider tragen,
bei meinem Gehn nicht mehr geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§106. Wann werden siebenhundert Frauen,
mit allem Zierrat reich geschmückt,
bei meinem Gehn mich nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§107. Wann werden siebenhundert Frauen,
mit edlem Namen, schlank von Taille
bei meinem Gehn mich nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§108. Wann werden siebenhundert Frauen,
gehorsame, die Liebes reden,
bei meinem Gehn mich nicht geleiten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§109. Wann werd ich, in der Hand die Schale,
geschoren, mit dem Mönchsgewand
Almosen mir erbetteln gehen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§110. Wann werde ich aus schmutz’gen Lumpen,
die auf der Straße weggeworfen,
gemachte Kleider tragen dürfen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§111. Wann werd ich, das Gewand durchnässt
von sieben Tage langem Regen,
Almosen mir erbetteln gehen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§112. Wann werde ich den ganzen Tag
unter den Bäumen, tief im Walde,
frei von Begierde weilen können?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§113. Wann werd ich in der Berge Wildnis,
frei von der Furcht vor Schrecklichem,
ohn’ einen andern weilen dürfen?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§114. Wann werd ich, wie ein Lautenspieler
die Laute mit den sieben Saiten,
mein Herz grade nach oben halten?
Wann wird mir dies beschieden sein?
 
§115. Wann werd ich, wie ein Wagenbauer
den umgetretnen Schuh aufreißt,
die Fesseln der Begierd’ zerreißen,
die göttlichen und menschlichen?“ —

Dieser war geboren in einer Zeit, wo das Leben zehntausend Jahre dauerte. Nachdem er siebentausend Jahre lang regiert hatte, betätigte er die Weltflucht, als noch dreitausend Jahre von seinem Leben übrig waren. Nachdem er aber bei seiner Betätigung der Weltflucht, seitdem er am Parktore den Mangobaum gesehen, vier Monate in seinem Hause geblieben war, dachte er: „Besser als dieses Gewand ist das Gewand der Weltflüchtlinge; ich werde die Welt verlassen.“ Und er gab seinem Diener folgenden geheimen Befehl: „Lieber, ohne jemand etwas davon wissen zu lassen, hole mir aus einem Laden gelbe Gewänder und eine irdene Schale.“ Jener tat so. Darauf ließ der König den Barbier rufen und ließ sich Haare und Bart abscheren; dann schickte er den Barbier fort und zog das eine gelbe Gewand als Untergewand, das andere als Obergewand an und legte das dritte auf die Schulter. Die irdene Schale steckte er in eine Schlinge und hängte diese über die Schulter. Darauf ergriff er den Bettlerstab und ging im Thronsaale einige Male mit der Anmut eines Paccekabuddha auf und ab. An diesem Tage blieb er noch dort; am nächsten Tage aber schickte er sich zur Zeit des Sonnenaufgangs an, vom Palaste herabzusteigen.


Damals hatte die Königin Sivali die siebenhundert Favoritinnen des Königs zu sich gerufen und gesagt: „Schon lange haben wir den König nicht gesehen; schon vier Monate sind seitdem vergangen. Heute wollen wir ihn besuchen. Schmückt euch alle und bemüht euch, ihn nach Kräften durch Zeigen unsrer Reize und Koketterie mit den Banden der sinnlichen Lust zu fesseln.“ Während sie nun so mit jenen reichgeschmückten Frauen, um den König zu besuchen, in den Palast hinaufstieg, sah sie ihn, wie er herabstieg, erkannte ihn aber trotzdem nicht; sondern da sie meinte: „Es wird ein Paccekabuddha sein, der gekommen ist, um dem Könige eine Ermahnung zu geben“, bezeigte sie ihm ihre Verehrung und blieb abseits stehen. Das große Wesen aber stieg aus dem Palaste hinab.


Als nun die andere in den Palast hinaufgestiegen war und oben auf dem königlichen Lager des Königs bienenfarbige Haare und das Bündel mit seinem Schmuck sah, da dachte sie: „Das ist kein Paccekabuddha, es wird unser lieber Gatte sein. Geht; ich will ihn durch meine Bitten zur Rückkehr veranlassen.“ Sie stieg vom Thronsaale herab und erreichte ihn im Hofe des Palastes. Da löste sie zusammen mit allen anderen ihre Haare, warf sie über den Rücken, schlug sich mit den Händen die Brust und rief: „Warum tut Ihr derartiges, großer König?“ Indem sie so gar sehr mitleiderregend klagte, folgte sie dem König nach. Die ganze Stadt wurde bewegt; auch die Städter jammerten: „Unser König ist ein Weltflüchtling geworden; woher werden wir wieder einen solchen gerechten König erhalten?“, und folgten weinend dem Könige nach.


Fortsetzung folgt...


Quelle : www.palikanon.com

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