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Mahā Satipatthāna Sutta (Dīgha-Nikāya 22)

Sonntag 4. Juli 2010, von Buddhachannel Deutschland

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MAHÁ-SATIPATTHÁNA-SUTTA (Dīgha-Nikāya 22)

A. EINLEITUNG

Die «Lehrrede von den Grundlagen der Achsamkeit» (Satipatthāna-Sutta) findet sich an zwei Stellen des Pāli-Kanons:

1. in der «Mittleren Sammlung» (Majjhima-Nikāya) als 10. Rede,

2. in der «Langen Sammlung» (Dīgha-Nikāya) als 22. Rede, mit dem Titel «Die große (oder größere) Lehrrede von den Grundlagen der Achtsamkeit» (Mahā-Satipatthāna-Sutta). Diese zweite Fassung unterscheidet sich von der ersten lediglich durch eine ausführliche Behandlung der Vier Heiligen Wahrheiten, eingefügt in den hierauf bezüglichen Abschnitt der «Geistobjekt-Betrachtung». Diese zweite, längere Fassung wurde für die Wiedergabe in diesem Buche gewählt, um dem Leser die Grundwahrheiten der Buddha-Lehre auch in diesem Rahmen zu bieten.

Eine Erklärung des Original-Pālititels der Lehrrede findet sich auf Seite 23 des Buches.

Keine andere Lehrrede des Buddha, nicht einmal die «Predigt von Benares», genießt in den buddhistischen Ländern Südostasiens, dem Verbreitungsgebiet des Theravāda-Buddhismus, solche Hochschätzung und Verehrung wie diese «Lehrrede von den Grundlagen der Achtsamkeit». Wenn zum Beispiel auf Sri Lanka, der Insel Ceylon, fromme Laien an Vollmondtagen oder anderen Feiertagen acht der zehn Mönchsregeln auf sich nehmen und die Nacht und den Tag im Kloster verbringen, dann ist es vor allem das Satipatthāna-Sutta, das sie bei solchen Gelegenheiten rezitieren oder für die Meditation benutzen.

Ein verehrter singhalesischer Mitmönch (der Ehrwürdige Nyanaloka, der fürsorgliche Helfer vieler europäischer Mönche in Ceylon) erzählte dem Verfasser, daß in seinem Elternhause ein Text dieser Lehrrede, ehrfurchtsvoll in ein sauberes Tuch eingeschlagen, aufbewahrt wurde. Häufig wurde das Buch abends aus der Hülle genommen und vom Vater im Familienkreise vorgelesen, ein Brauch, der durch aus nicht vereinzelt ist. Auch dem Sterbenden pflegt man, als eine Art letzter geistiger Wegzehrung, diesen Lehrtext vorzutragen. Obwohl wir seit langem im Zeitalter des Buchdrucks leben, ist es in Ceylon immer noch üblich, daß fromme Laien Palmblattmanuskripte dieser Lehrrede schreiben lassen und der Bibliothek des örtlichen Klosters als Geschenk darbieten. In einem alten Kloster in der Nähe von Kandy sah der Verfasser nahezu zweihundert Palmblattmanuskripte dieser Lehrrede, zum Teil mit kostbaren Deckeln aus Silber oder Elfenbein.

Mit dieser großen Verehrung für die Lehrrede hat freilich das wirkliche Verständnis für die Eigenart des darin gelehrten Übungsweges keineswegs Schritt gehalten. Wenn sich trotzdem eine solche hohe Wertschätzung dieses Textes durch die Jahrhunderte hindurch lebendig erhalten hat, so mag dies zunächst auf den Nachdruck zurückzuführen sein, mit dem der Buddha selber von Satipatthāna sprach. Es mag aber auch recht wohl eine Auswirkung davon sein, daß einmal eine alte und starke Tradition in der erfolgreichen Praxis dieses Übungsweges bestanden haben muß. Daß er heute wieder in voller Deutlichkeit aufgezeigt werden kann und weithin zugänglich geworden ist, ist sicherlich jenen burmesischen Meditationsmeistern zu danken, von denen an anderer Stelle dieses Buches gesprochen wurde.

B. Text der Lehrrede

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene unter dem Kuru-Volk, bei einer Ortschaft der Kuru mit Namen Kammāsadamma. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: «Ihr Mönche!» - «Ehrwürdiger!» antworteten da jene Mönche dem Erhabenen. Und der Erhabene sprach also:

«Der einzige Weg ist dies, o Mönche, zur Läuterung der Wesen, zur Überwindung von Kummer und Klage, zum Schwinden von Schmerz und Trübsal, zur Gewinnung der rechten Methode, zur Verwirklichung des Nibbāna, nämlich die vier Grundlagen der Achtsamkeit. Welche vier?

Da weilt, o Mönche, der Mönch beim Körper in Betrachtung des Körpers, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt bei den Gefühlen in Betrachtung der Gefühle, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt beim Geist in Betrachtung des Geistes, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt bei den Geistobjekten in Betrachtung der Geistobjekte, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt.



Quelle : http://www.palikanon.com

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